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Warum nicht behutsam einsteigen in die neue Saison?
Warum nicht in aller Ruhe Neues ausprobieren,
materialmässig, taktisch, in der Zusammensetzung des
Teams? Warum nicht Newcomers ohne alle Hektik in die
Tempestfamily aufnehmen? Warum nicht um eine
fähnchenbewehrte Startboie halsen, wo doch die Leetonne
so arg weit weg ist? Warum nicht Bahnabkürzungen einfach
ignorieren? Warum nicht einmal andere Crews vorne sehen
anstatt der bekannten Cracks?
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Es ist drollig zugegangen in Nottwil, zu Wasser und zu Land.
Wechselnd bewölkt war’s, immer mal wieder zeigte sich die
Sonne, frieren musste niemand, und nass wurde man auch
nicht. Aber an Wind herrschte ein entschiedener Mangel. Nach
einigem Warten blies Wettfahrtleiter Markus Zenklusen am
Samstag Nachmittag doch noch zum Auslaufen. Schön war’s zu
sehen, wie sich der See mit 11 Tempests, 13 470ern und 28
420ern bevölkerte. Bei einer Windstärke von kaum mehr als 1
Bf starteten alle drei Klassen mehr oder weniger
erfolgreich, die Tempest vorne weg. Die Herrlichkeit währte
aber nicht lange, der Wind drohte einzuschlafen. So galt es
schon am Ende des ersten Spikurses ins Ziel einzulaufen –
was offenbar nicht alle Teams rechtzeitig mitbekamen. Am
Sonntag das gleiche Bild. Es begann mit vielem Warten,
Putzen, Basteln, Fachsimpeln und Kaffeetrinken. Freuen
konnte man sich an den vielen aufgestellten jungen
Jollenseglerinnen und -seglern, die bei allem Eifer fröhlich
und gelassen blieben. Gegen Mittag wurde dann doch noch ein
Start gewagt, die Hoffnungen auf zählbare Resultate
zerschlugen sich aber bald. Auf der zweiten Kreuz war für
die Tempest Schluss. Die Rangliste ergab sich aus dem einen
samstäglichen Lauf. Bei den 420ern gab’s am ganzen
Wochenende gar nichts zu werten. Drôle de voile. So kann’s
gehen. Warum nicht?
SUI 1101 - Ueli Jaussi |