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Die Hafenanlage in Biel ist sehr grosszügig angelegt, so
kam es auch, dass wir Seglerinnen und Segler nicht nur
auf dem Wasser Sport trieben sondern uns auch auf dem
Land viel bewegt haben. Das war gar nicht schlecht, denn
bis zu unseren Tempests waren die vom Vortag noch etwas
steifen Extremitäten schon fit und warm. Die
Wetterprognosen für unsere Schweizermeisterschaft waren
vorerst wenig erfreulich. Bewölkung und später auch
Regen war angesagt. Es kam ganz anders. Mit dem
Einwassern und Vermessen begannen wir bereits am
Mittwoch. Am Donnerstagmorgen waren dann alle 17 Schiffe
im Wasser und die Vermesser unter der Leitung von Urs
Wyler konnten ihre Arbeit rechtzeitig abschliessen.
Beim Skippermeeting am Donnerstag um 13.00 Uhr war klar:
Wir laufen aus. Zwar war der Himmel bewölkt, aber ein
Westwind mit einigen Anteilen Fallwinden von den
Jurahängen frischte auf und so kam es zum ersten Lauf
bei 2-3 Bf. Mit einem zweiten Lauf bei ähnlichen
Bedingungen wurde klar, dass es schon viel Erfahrung
brauchte, die Eigenheiten dieses Sees ‚lesen’ zu können.
An der Spitze des Feldes war vieles schon klar und im
Mittelfeld blieb alles sehr offen.
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Am Freitag war dann Leichtwindsegeln angesagt. Mit
abnehmendem Wind konnte ein dritter Lauf nicht zu Ende
geführt werden. Das Mittelfeld wurde neu gemixt, die
Möglichkeit, den einen oder anderen besseren Rang noch zu
erzielen, erhöhte die Kompetitionslust. Am Samstag gab es
dann Sonnenschein statt Regen und eine Bise bis 2 Bf
erlaubte wunderbares Segelwetter. Der See und seine
Eigenheiten wurden jedoch nicht einfacher. So sah man dann
Anwärter auf die ersten drei Ränge plötzlich hinter sich –
aber nur vorübergehend! Auch der Sonntag wurde wunderbar,
sogar warm und mit genügend Wind, so dass die erforderlichen
8 Läufe einigermassen gerecht gesegelt werden konnten.
Cornelia und Ruedi Christen wurden souveräne
Schweizermeister – zum ersten Mal eine Frau am Steuer eines
Meisterschiffes – bravo! Mario Suter und Andreas Hochuli,
das bewährte Duo, kämpfte zäh und kam mit dem zweiten Platz
noch locker in die Ränge. Der dritte und letzte
Medaillenplatz belegten Stephan Fels und Timo Naef. Die
grosse Überraschung war dann Pierre Mäder mit Thomas
Olbricht. Nach sechs Jahren war Pierre wieder das erste Mal
auf dem Wasser und hat zusammen mit seinem Vorschoter ein
beachtliches Resultat abgeliefert – nur zwei Punkte hinter
dem dritten Rang. Die guten Segler und Seglerinnen, welche
immer im vorderen Drittel segeln, bestätigten ihr Können.
Das Mittelfeld blieb nahe beieinander und erzielte teilweise
sogar am Schluss noch Punktegleichstand. Neben dem
Segeln gab’s einen Eröffnungsapéro, dann ein Nachtessen
klassenintern in echt italienischem Ambiente und am Samstag
das gemeinsame Nachtessen mit den Jollenkreuzer-Seglern.
Das Strandbad-Restaurant stand uns offen, so dass viel Zeit
für die Kontaktpflege blieb, neue Pläne geschmiedet wurden
und der Regattaplan 2011 weiter konkretisiert werden konnte.
Auch für die Nachtvögel gab’s in Biel und Nidau noch
genügend Treffpunkte – man weiss nicht Genaueres. Es
bleibt ein grosser und herzlicher Dank an Daniel Ballif,
Organisator des Jollenkreuzer Euro-Cup. Von seinen
Vorbereitungen konnten wir sehr profitieren. Er hat stets
auch für uns gedacht. Dank auch an Stefano Carrissimi,
OK-Präsident und Vertreter des Yachtclub Bielersee und
ebenso an Kurt Frei, Wettfahrtleiter, mit seiner
motivierenden und souveränen Art, Probleme als
Herausforderungen zu verstehen. Dank auch an Urs Wyler,
Chefvermesser, mit seinem Humor! Kann man den überhaupt
stressen? Dann gebührt auch Dank an den Präsidenten des
Schiedsgerichtes, Felix Somm und dem Delegierten
von Swiss-Sailing, Hannes Gubler. Dank zum Schluss auch an alle
fleissigen Helferinnen und Helfer; ohne sie wäre eine solch
gelungene Schweizermeisterschaft nicht möglich gewesen.
Bastian Nussbaumer Präsident Swiss Tempest Association |