Regatta Bericht 2006 – Weltmeisterschaft

Martinique  (25. Okt. – 4. Nov.)

Schweizer Podestplatz unter karibischer Sonne

+++ WM – Telegramm +++
Mario Suter / Christoph Müri sind Vize-Weltmeister!
Auch nach neun Wettfahrten – bei Windstärken zwischen 5-6Bf – konnten die Schweizer ihren 2. Platz verteidigen. In Abwesenheit der amtierenden Weltmeister Schäfer / Weigelt (GER) gewannen die Franzosen Boite / Viateur den Weltmeistertitel. Das zweite Schweizer Boot mit der gemischten Mannschaft Sajdjari / Elmiger belegt den 22. Schlussrang, während die Damencrew Brändli / Salzmann mit Materialproblemen zu kämpfen hatte und sich daher mit dem letzten Platz begnügen musste.


SUI-1120 André Dolder

Ein karibisches Tempest Märchen – ein Bericht von Gerhard Albrecht (GER-1140)

Vom 26. Oktober bis zum 2. November fand in der Bucht von Fort de France die Tempest WM 2006 statt. Im Vorfeld gab es dazu viele Diskussionen. Die Randbedingungen wie Anreise, Unterkunft, Bootstransport waren mehrmals geändert worden und dies hat natürlich viele Tempest Segler verunsichert. So waren leider nur zwei deutsche Boote (Anmerkung: und kein österreichisches Boot) am Start, aus München die Mannschaft Schmohl / Ostertag und aus Berlin Albrecht mit H.-J. Schäfer.

Mittwoch, 25. Oktober
Anreise mit Air France über Paris mit Wechsel des Flughafens per Bus, etwas langwierig, aber das Ziel scheint greifbar! In Fort de France dann wie erwartet die erste Keule: ca. 17:30 Ortszeit Verlassen des Flughafengebäudes und 32°C bei 80% relativer Luftfeuchte! Ein Kleinbus bringt uns ins Hotel Carayou, dort ist alles vorbereitet, wir werden mit Fruchtdrinks empfangen, unsere Zimmer sind sauber, großzügig und klimatisiert! Das Hotel liegt auf der Spitze einer Halbinsel am südlichen Ende der Bucht von Fort de France. Es gibt also immer etwas Wind und die Ausblicke sind wunderschön. Um 19:00 Treffen der Teilnehmer in einem Lokal “Ponton”, wie der Name schon sagt auf einer Steganlage. Wir werden mit dem Grundnahrungsmittel vertraut gemacht: Rum, egal ob weiß oder braun, pur oder mit Zucker, als Digestiv oder als Longdrink. Es gibt ein Wiedersehen mit den beiden Mannschaften aus Martinique, die am Attersee waren. Die Lokalmatadoren begrüßen uns und die Mannschaften aus Frankreich (9), der Schweiz (3 ), England (3), Holland (1) und Polen (1). Mit den 14 einheimischen Schiffen sind somit 32 Mannschaften am Start. Reichlich Drinks und kreolische Spezialitäten bilden einen gelungenen Rahmen für dieses erste Treffen der Teilnehmer und der gute Anfang ist gemacht.

Donnerstag, 26. Oktober
Nach einem ausgiebigen Frühstück bringt uns die Fähre (5 min. zu Fuß im nahen Yachthafen) über die Bucht nach Fort de France. Nach ca. 20 min. Fahrtzeit gleiten wir vorbei am alten Fort an dem wohl viele Begegnungen der französischen und britischen Streiter stattgefunden haben. Heute eher ein Wahrzeichen, natürlich fest in französischer Hand! Neben dem Fähranleger hat man eine ca. 150 m lange Mole aus Beton erstellt, ca. 50 Bojen warten auf die Teilnehmer. Wir nähern uns den aufgestellten Zelten und die erste große Überraschung wird erkennbar: fein säuberlich aufgereiht stehen sie alle vor uns! Alle unsere Schiffe sind durch den Zoll, aus dem Container geholt und zu diesem Anleger getrailert worden! Keine Formalitäten mit Sprachproblemen, keine nervige Warterei, es kann einfach losgehen! Aus Frankreich ist der Vermesser angereist, der schon in La Rochelle gearbeitet hat. Wie wir erfahren ist er schon vor der WM angereist und hat die einheimischen Schiffe, vor allem die aus nicht bayerischer Herstellung genauestens geprüft. Dabei sind wohl umfangreiche Korrekturen erforderlich geworden und die wurden auch ausgeführt. Die Änderungen gehen bis hin zum Kürzen des Kiels! Die einheimischen Segler müssen sich den Start bei dieser WM sauer erarbeiten, sie tun dies konsequent. Überhaupt ist von Anfang an spürbar, dass hier mit riesigem Engagement Tempest gesegelt wird. Mast, Großbaum, Spibaum und Segel werden kontrolliert, gegen 13:00 gibt es bei einsetzendem Regen eine Mittagspause in der wir Deutsche uns zu einem netten Fischessen zurückziehen. Unser Lokal liegt im ersten Stock und vom Balkon können wir einen tropischen Regen beobachten, der ca. 2 Stunden wie aus Eimern sich ergießt und den Sinn der riesigen Bordsteine erkennen lässt. Am Nachmittag kommt der Autokran und die Schiffe werden eingesetzt und an der Mole festgemacht.

Freitag, 27. Oktober
Der Start des ersten practice race ist für 10:00 Uhr angesetzt. Vorher noch Übersetzen mit der Fähre und Auslaufen und die Bucht überqueren. Also frühes Frühstück und action! Startboot ist ein großer Katamaran, die Linie wird begrenzt durch eine zweite Yacht. Der Wind ist nicht stabil aus einer Richtung, durchziehende Wolken bringen Regenschauer und der Wettfahrtleiter übt Startlinie ändern, Bojen verlegen, starten, rückrufen, …… Der erste Start gelingt ca. 12:00 Uhr. Es wird Dreieck gesegelt, Kurslänge ca. 7 sm bei 2-4 Windstärken. Schon beim ersten practice race wird klar wer hier dominiert, Phillip Boite gewinnt sicher, dahinter Schmohl, Suter und Albrecht. Es ist schon 14:00, es gibt ein zweites Rennen, wieder gewinnt Boite, diesmal vor Albrecht und Suter, Schmohl gibt nach Frühstart auf. Am Abend dann Begrüßung der Teilnehmer. Ein Bus holt uns vom Hotel ab und bringt uns zum “Musée de la Pagerie”, der Geburtsstätte der Marie-Josèphe Rose Tascher de la Pagerie, später von ihrem Ehemann Napoleon zur Kaiserin von Frankreich gekrönt. Das Anwesen mit großem Garten und riesigem offenen Pavillon bildet eine tolle Kulisse für karibische Livemusik mit Rum (natürlich) und einer langen Kette von Ansprachen. Alle Sponsoren und Vertreter der Ministerien (Sport und Touristik) kommen zu Wort und dann kann endlich Mike Adams die WM eröffnen. Es folgt die Preisverteilung des practice race und dann gehen wir zu einem karibisch / französischen Buffet über, das keine Wünsche offen lässt. Der Abend endet sehr feuchtfröhlich in ausgelassener Atmosphäre.

Samstag, 28. Oktober
Start zur ersten Wettfahrt um 10:00. Der Wind hat zugelegt, die Wellen haben weiße Köpfe. Vorherrschende Richtung ist Ost, die erste Marke liegt auf 110°. Bei drei Windstärken, später auch 4 müssen wir wieder lernen mit dem Spi keine Rolle zu drehen und die Marken zu erwischen. Nicht so einfach und Boite zeigt uns professionell wie das geht. Schmohl bleibt dran und wird zweiter, wir haben mehr Schwierigkeiten und sind zuletzt froh noch bis zum achten Platz vorzudringen. Dann der zweite Lauf in ähnlicher Weise, der Wind legt zu. Zweiter wird Mario, dritter wird das “Reha Team”, Alain Lotaut war in Attersee und zeigt hier, dass er mit Wind und Wellen sehr gut umgehen kann. Schmohl wird vierter und wir sind fünfter vor einem weiteren Boot aus der Karibik, Mathieu Moures, ein junger einheimischer Segler zeigt ebenfalls gutes Verständnis für Wellen und Wind. Dann zurücksegeln über die Bucht und festmachen, es gibt Freibier und einen Imbiss, natürlich auch Rum, wenn man den um 16:00 in der Sonne bei 35° schon verträgt.

Sonntag, 29. Oktober
Der Wind wie am Vortag, schon bei 4 Beaufort am Morgen, später 5 und in Böen auch etwas mehr. Die Segelei wird anstrengend, die Spi Manöver werden zum Entscheidungsträger. Wir können vor Boite die erste Marke nehmen, unter Spi geht sein D-Zug dann bei uns vorbei. Wir legen uns zwei mal flach, dank großem Vorsprung kommt keiner mehr vorbei und wir sind zweiter vor Mike Adams, Schmohl und Suter. Am Nachmittag dann ein ähnliches Bild, Mario legt eine super Startkreuz vor und ist nicht mehr zu erreichen. Wir werden dritter vor dem “Reha Team” und Michael. Nach dem Segeln dann Einladung in den Yacht Club Martinique. Bei karibischer Musik und einer riesigen Pfanne Paella wird ausgiebig getanzt und gefeiert. Per Los sind einige zur doping Kontrolle bestimmt worden, schwierig ist für die Betroffenen Flüssigkeit abzugeben, da muß vorher mit Bier kräftig aufgefüllt werden!

Montag, 30. Oktober
Die Bucht zeigt sich schon beim Frühstück weiß. Wir fliegen quer rüber zum Start, es gibt 25 Meilen Wind, in Böen wie immer etwas mehr. Nach sechs gesegelten Regatten hat jeder schon seine Blessuren und vor allem seine Konditionsprobleme, der Kurs ist ca. 8sm lang und wird in max. 90 Minuten abgeritten. Segeln pur! So hat man sich das vorgestellt, blauer Himmel, satt grüne Berge und hellblaue Gischt, nass wie die Katzen aber 28-30° Wassertemperatur, der Planet glüht, wir auch! Suter und Schmohl fahren je 2 und 4. Wir fahren zwei vierte und müssen beide Regatten nur knapp, aber hinter “Reha Team” beenden. Der Zieleinlauf wird von 10-15 einheimischen Booten begleitet, Reha Team wird stürmisch gefeiert. Aber auch wir anderen Boote werden mit großem Hallo empfangen, die Stimmung ist riesig! Nach sechs Wettfahrten ist die Lage kriminell spannend, Boite ohne jede Diskussion mit sechs ersten vorne, dahinter Mario mit 15, “Reha Team” 17, punktgleich mit Schmohl und wir mit 18 Punkten. Dahinter ein weiteres Schiff aus Martinique mit 27 Punkten.

Dienstag, 31. Oktober
Kommt heute eine Entscheidung? Der Wind hat etwas nachgelassen, 3-4 Beaufort werden schon als “entspannend” betrachtet. Michael will zu viel und sein Frühstart wirft ihn zurück. “Reha Team” wird im ersten Lauf zweiter und damit sinken unsere Chancen. Mario macht Bekanntschaft mit der Ankerkette des Startbootes und wird vierter. Im zweiten Lauf können wir nach einer super Startkreuz zum zweiten mal Mr. Boite von vorne sehen, aber der erste Spi Gang klärt die Verhältnisse. “Reha Team” hat kleine Probleme und kommt als sechster ins Ziel. “Stop for tea”, Alain Curtis, ist am ersten Fass dritter und kann dann einen fünften nach Hause fahren was für uns sehr hilfreich werden soll. Nach acht Läufen mit zwei Streichern ist die Lage unverändert offen, den zweiten und den fünften trennen nur 5 Punkte. Am Abend private Einladung von Mr. Paul Constantin (Vorsitzender der Tempest Martinique) in sein Ferienhaus auf der Point de Bout. Bei karibischen Getränken und kreolischen Spezialitäten verbringen wir einen entspannten Abend im Kreis der Tempesties.

Mittwoch, 1. November
Einige haben vor Aufregung schlecht geschlafen, es gibt Angebote für Inselrundfahrten (statt am Start zu sein), die meisten sind auf langärmelige Bekleidung umgestiegen, kaum eine Hand bleibt ungetaped, nur mit Rum im Blut halten wir das aus! Der Wind bei 3 Beaufort und mehr NO als zuvor. Linie und Dreieck wie immer perfekt ausgelegt! Beim Start dann ein 20° Dreher nach N und das Feld kommt durcheinander. Wir können uns nach rechts durchschlagen, Mario ist ganz links und erwischt eine gute Startkreuz. So kommt er als zweiter vor uns ans erste Fass, gemeinsam können wir uns vom Feld lösen. Die Runden werden mit “Aufpassen auf die anderen” abgesegelt, es gibt wieder sehr steile Spi Ritte auf den Wellen und im Ziel muss sich “Reha Team” noch seinem Landsmann geschlagen geben und damit auf den fünften Platz rutschen. Ein letztes mal über die Bucht düsen, Freibier und auskranen, alles wird wieder verpackt. Drei Boote wechseln den Besitzer, die Tempestflotte in Martinique soll auf 30 Schiffe wachsen, in Guadelupe sollen 6 bis 12 Boote hinzu kommen. Man plant schon die nächste WM hier auf diesem Revier!

Donnerstag, 2. November
Die Schiffe stehen verpackt bereit, wir müssen uns um nichts kümmern, Mr. Fabrice Jean ist der “Organisateur par excellance” dieser WM. Er hat alle Fäden in der Hand, er organisiert Zoll, Transport, Sponsoren und er organisiert auch die Abschlussfeier: Im Hotel Sofitel Bakua wird für 300 Gäste ein gigantisches Buffet in 5 Sterne Manier aufgefahren. Launige Reden und politische Prominenz geben den Rahmen, überall Segler in bester Stimmung, die Liveband und eine Tanzperformance runden das Ereignis ab.

Soviel zum segeln, erwähnt werden soll auch die permanente Anwesenheit der beiden lokalen TV Teams, Hubschrauber filmen den Start, es gibt pausenlos Interviews (fragt er mich doch glatt wieso wir denn mit Spi zwei Rollen gedreht haben!) und jeden Abend zwei lange Berichte im Fernsehen.

Unter den Zuschauerbooten ist einer “fast and furious”, ca. 8 m lang und 700 PS! Die anwesenden Damen sind begeistert von Pascal und seinen sprints zur Boje, begleitet von Raggae und Rum!

Ergebnisliste

01 FRA 1147 BOITE Phillipe VIATEUR Regis 7
02 SUI 1136 SUTER Mario MUERI Christoph 18
03 GER 1140 ALBRECHT Gerhard SCHAFER Hansjörg 21
04 GER 1142 SCHMOHL Michael OSTERTAG Ralph 25
05 FRA 1098 LOTAUT Alain JEAN-CHARLES Albert 25
06 FRA 1152 MOURES Mathieu ASSELIN BEAUVIL Harry 37
07 GBR 1070 ADAMS Michael ADAMS Paul 53
08 FRA 1143 MAZURE Gérard KOCH Edouard 60
09 GBR 1123 DAVIS Robert DAVIS Barbara 76
10 GBR 1100 CURTIS Alan STEWARDSON Nick 77
ferner:
22 SUI 1146 Saydjari Samir Elmiger Céline 131
31 SUI 1159 Brändli Verena Salzmann Claire-Lise 191

Regatta Bericht 2006 – Gütsch-Kirchhof-Regatta

Beinwil  (14. – 15. Oktober)

Seglerherz, was willst du noch mehr!

Unglaublich, einzigartig, kaum je so vorgekommen und niemand hätte das gedacht: Es ist Mitte Oktober und Gütsch Kirchof Regatta auf dem Hallwilersee und es hat Wind für sieben Wettfahrten, es ist nicht kalt und am Ende scheint sogar die Sonne! Die von Lydia und Meinrad Rehm organisierte (und transportierte!) Jause mit Weisswürstel und Weissbier am Sonntag bildet quasi den “Tupf auf dem i” des allseits gelungenen Regattawochenendes!


Am Samstagnachmittag schickt der Wettfahrtleiter 12 Tempest bei noch sehr wenig Wind hinaus und kaum ist die Startlinie gesetzt und die Luvboje steht, baut sich ein schöner NE Wind auf. Von Wettfahrt zu Wettfahrt steigert sich die Stärke bis auf 3 Bf (oder waren es zeitweise sogar mehr?) und erlaubt wirklich schönen Segelsport mit spannenden Szenen vor dem Start und komplexen Situationen bei den Bojen. Der Chronist erlaubt sich hier den Mahnfinger zu heben: Einige Crews (inklusive der Chronist!) sollten sich für die Zukunft intensiv mit den Wettfahrtregeln was Bojenmanöver und Start anbelangt auseinandersetzen. Proteste gab es trotzdem keine und eigentlich wurde hart aber fair um jeden Platz gekämpft. Nach vier Wettfahrten war vermutlich jede Crew etwas müde und freute sich auf das traditionelle, gemeinsame Essen mit Apéro und Raclette im Clublokal. Herzlichen Dank an die Organisatoren und Helfer! Der Sonntag brachte für die drei Läufe schwierige Windverhältnisse: Kurzfristige Dreher und Löcher forderten eine gute Nase und hie und da auch ein wenig Glück. Nicht zu beneiden waren der Wettfahrtleiter und die Bojenleger, mussten doch Startlinie und Kurs etliche Male komplett umgestellt werden. Ein Kompliment der Crew für das kompetente Beurteilen und „Abschiessen“ von Wettfahrten, bei welchen sich wirklich irreguläre Verhältnisse einstellten. Mast legen und Segel trocknen bei angenehmer Temperatur nach einem schönen Wettkampf unter guten Kameraden und dann Weisswürstel und Weissbier (siehe oben!) als Abschluss der Segelsaison: Seglerherz was willst du noch mehr!

SUI 1101 – Beat Senn

Ergebnisliste

01 SUI 1136 Suter Mario Hochuli Andreas SCH 7
02 SUI 1080 Meyer René Hartmann Walter SCS 17
03 SUI 1120 Dolder André Dolder Olivier YCSe 19
04 SUI 1026 Wernli Thomas Wernli Kurt SCH 26
05 GER 0215 Rehm Reinhard Rehm Lydia OSC 27
06 SUI 1101 Senn Beat Müller Sabine YCSp 39
07 SUI 1092 Suter Ernst Suter Therese SCH 39
08 SUI 1146 Saydjari Samir Elmiger Céline CVG 39
09 SUI 1160 Nussbaumer Bastian Nussbaumer Katrin CVE 46
10 SUI 1064 Gaiser Denise Gaiser Florian SCE 50
11 GER 0207 Sulzinger Carmen Waibel Markus OSC 56
12 SUI 1091 Hächler Bütz Eisold Gogi SCH 61

Regatta Bericht 2006 – Int. Schweizermeisterschaft

Romanshorn (21. – 24. September)

Gelungene SM dank Nebel-Thermik und souveräner Regattaleitung

Kein Lüftchen regte sich am Donnerstagnachmittag in Romanshorn, als die Tempestler nach und nach eintrudelten; der Bodensee war glatt wie Öl. Laut Prognose zeichnete sich ein Wiibersömmerli par excellence ab und die Befürchtungen um genug Wind zum Regattieren schienen mehr als berechtigt. Der Vermesser und seine Crew nahmen ihre Arbeit auf – sehr genau übrigens – und hatten alle Hände voll zu tun. Einigen Tempestlern bleiben nun vorallem noch Hausaufgaben in Sachen Messbrief. Alles andere wurde vor Ort gerichtet, da sich eine Trainingsfahrt unter den gegebenen Bedingungen sowieso erübrigte und genug Zeit blieb, um die Schiffe für den nächsten Tag in allen Details vorzubereiten.


Wir waren dann doch ziemlich erstaunt, als am nächsten Morgen schon ganz früh Wind mit gut 3 Bft aus Ost aufkam, obwohl es neblig und die Sicht sehr eingeschränkt war. Lokale Kenner der Verhältnisse klärten uns auf, dass es sich dabei tatsächlich um eine Thermik handelt, die durch ein Loch irgendwo in der Nebeldecke und die entsprechende Erwärmung dieser Region entsteht. Sobald der Nebel sich auflöse, sei auch der Wind weg. Sie behielten mit ihrer Theorie leider recht: Als um 11.30 Uhr die Internationalen Schweizer Meisterschaften 2006 eröffnet wurden und sich die ersten Sonnenstrahlen zeigten, schlief der Wind ein. Bei leichter „normaler“ Thermik aus Nordwest konnten die 19 Tempest (17 SUI, 1 GER, 1 AUT) am Nachmittag immerhin einen Lauf unter Dach und Fach bringen. Der Wind war aber so schwach und das Feld wurde so weit auseinandergezogen, dass nicht weniger als sechs Schiffe der Zeitüberschreitung zum Opfer fielen und mit einem DNF als erste Wertung in die Meisterschaften starten mussten.

Am Samstag bestellte uns die Regattaleitung um 8.00 Uhr morgens (!) auslaufbereit in den Hafen. Angesichts der erhofften Nebelthermik war diese Massnahme bestimmt gerechtfertigt, doch war es ganz einfach zu früh für nachtaktive Seglerinnen und Segler. Aber auch diese kriegten die Augen dann bald auf: Es hatte Wind! Bei 1.5 bis 2 Bft konnten drei Läufe gesegelt werden, womit die Voraussetzungen für die Wertbarkeit der SM erfüllt waren. So langsam zeichnete sich auch ein Bild ab, wer in welcher Ranglistenregion platziert war, wer welche Gegner im Auge behalten und um wieviele Punkte gekämpft werden musste. Es wurde fleissig gerechnet und stärkende Suppe gelöffelt. Der Nachmittag brachte nochmals Bewegung in die Sache: Die Titelanwärter wurden wegen eines Einzelfrühstarts bestraft und auch sonst wurden noch da und dort Rangplätze gewechselt. Anlass zum Austausch aller Seglerstories inklusive Seemannsgarn und Protestgeschichten bot das gemeinsame Nachtessen beim Clubgebäude des YCRo.

Selbstverständlich waren wir am Sonntag wiederum früh auf den Beinen. Doch diesmal liess uns die Nebelthermik im Stich. Nach einer Startverschiebung ging’s dann doch auf’s Wasser; allerdings resultierte dabei nur ein abgebrochener Lauf. Damit es uns allen nicht langweilig wurde, gingen wir an Land und – als schon niemand mehr damit gerechnet hatte – am Nachmittag nochmals raus. Idyllisch war’s; nur konstanter Wind wollte nicht mehr aufkommen. So blieb es bei der Wertung vom Samstagabend, die an der Rangverkündigung gewissenhaft und unter viel Applaus verlesen wurde. Herzliche Gratulation an die neuen Schweizer Meister Mario Suter/Andreas Hochuli, die diese Meisterschaft souverän für sich entschieden und die Crews Adi Gerlach/Roman Juchli und André Dolder/Pia Zihlmann auf die Ehrenplätze verwiesen haben.

Zum Schluss bleibt noch, dem organisierenden Yachtclub Romanshorn, der Regattaleitung samt ihren Helferinnen und Helfern und dem engagierten Hafenmeister des Gemeindehafens von Romanshorn für ihren Einsatz ganz herzlich zu danken. Es war schön bei euch – wir freuen uns auf’s nächste Mal!

SUI 1120 – Pia Zihlmann

Ergebnisliste

01 SUI 1136 Suter Mario Hochuli Andreas SCH 5
02 SUI 1119 Gerlach Adi Juchli Roman YCRo 9
03 SUI 1120 Dolder André Zihlmann Pia YCSe 11
04 SUI 1138 Baumann Beat Kulpe Boris YCSe 15
05 SUI 0112 Rudolf Jürg Zimmermann Tobias ASC 15
06 GER 1113 Rüesch Andres Rohner Martin YCSe 23
07 SUI 1145 Keller Hanspeter Anrig Priska YCRo 28
08 GER 1154 Lange Thomas Grosser Max CKA 36
09 AUT 1156 Ebster Willi Ritschka Walter YCZ 36
10 SUI 1160 Nussbaumer Bastian Buzziol Dario CVE 37
11 SUI 1025 Schmidlin Adrian Girsberger Daniel SCR 39
12 SUI 1092 Suter Ernst Suter Therese SCH 40
13 SUI 1101 Senn Beat Jaussi Ueli YCSp 42
14 SUI 1026 Wernli Thomas Wernli Kurt SCH 43
15 SUI 0111 Fürst Iwan Keller Florence YCRo 48
16 SUI 1080 Meyer René Riedl Roland SCS 52
17 SUI 1064 Hoffmann Denise Gaiser Florian SCE 65
18 GER 0215 Brändli Verena Stöckli Hans RVB 71
19 SUI 1146 Saydjari Samir Elmiger Céline CVG 71

Regatta Bericht 2006 – Herbstregatta

Brunnen  (2. – 3. September)

Ungewohntes Warten auf Wind

Der Auftakt des Wochenendes war erfreulich: Vom Regattaverein Brunnen wurden wir in der neuen, grosszügigen Hafenanlage Fallenbach willkommen geheissen. Weniger erbauend waren die Windverhältnisse; kaum ein Hauch war auf dem See auszumachen. Bei bedecktem Himmel baute sich weder Thermik auf noch konnte sich der angesagte Westwind durchsetzen. Das einzig Angenehme an den meteorologischen Verhältnissen war die Temperatur: Nach der grossen Augustkälte warteten wir das Auslaufen des Startbootes bei wieder sommerlicher Wärme ab.


Keine einfache Aufgabe für die Regattaleitung! Nachdem im Urnersee etwas Wind gesichtet wurde, bewegten sich sämtliche Boote – mit dabei waren zwölf Tempest – in die entsprechende Richtung. Der Wind hielt nicht lange genug, der Lauf wurde abgeschossen und per Schlepp ging’s direkt Richtung Hafen zur Stegparty.

Am nächsten Tag sah es nicht viel besser aus. Um diesmal bestimmt zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, liefen wir bei kaum spürbarem Wind aus und versuchten unser Glück vorerst auf dem Urnersee. Aber Aeolus machte uns wiederum einen Strich durch die Rechnung. Das Feld verschob sich langsam zurück Richtung Brunnen und einige Boote waren schon verdächtig nahe an der Hafeneinfahrt, als im Gersauer Becken plötzlich Wind aufkam. Seine Herkunft verblüffte uns alle: Während in der Höhe kräftige Westwinde bliesen, segelten wir bei 3-4 Bft aus Ost den einzigen Lauf des Wochenendes. Dabei zeigte sich übrigens auch, dass der gemeinsame Start mit den Sportbooten wohl nicht die Idealkombination für die Tempest ist.
Bleibt noch, der Regattaleitung und ihren Helfern für ihren Einsatz zu danken und natürlich zu hoffen, dass wir bei den anstehenden Schweizer Meisterschaften punkto Wind etwas mehr verwöhnt werden!

SUI 1120 – Pia Zihlmann

Ergebnisliste

01 SUI 1092 Suter Ernst Müri Christoph SCH 1
02 SUI 1136 Suter Mario Hochueli Andreas SCH 2
03 GER 0215 Rehm Reinhard Rehm Lydia OSC 3
04 SUI 1138 Baumann Beat Kulpe Boris YCSe 4
05 SUI 1080 Meyer René Riedl Roland SCS 5
06 SUI 1120 Dolder André Zihlmann Pia YCSe 6
07 SUI 1101 Senn Beat Rigert Thomas YCSp 7
08 SUI 1157 Saydjari Samir Elmiger Céline CVG 8
09 GER 1113 Verhoolen Heinrich Lauber Christoph YCSe 9
10 SUI 1064 Hoffmann Denise Gaiser Florian SCE 10
11 SUI 1159 Brändli Verena Salzmann Claire-Lise RVB 11
12 SUI 1026 Wernli Thomas Wernli Kurt SCH 12

Regatta Bericht 2006 – Coupe des Amis

Yverdon  (1. – 2. Juli)

Der Stoff aus dem die Träume sind

Bisenstimmung in Yverdon! Die ganze Länge des Neuenburgersees hatte der Wind zur Verfügung, um eine zünftige Welle im unteren Becken aufzubauen. Diejenigen von den teilnehmenden zwei französischen und zehn Schweizer Booten, die die Ausfahrt aus dem Kanal geschafft hatten, hatten den Grossteil des „Chrampfs“ bereits hinter sich; nach einem guten Dutzend Wenden auf engstem Raum und zunehmender Dünung in Richtung See war der Feuchtigkeitsstau innerhalb der Bekleidung beträchtlich!


Wer freien Raum gewann, wurde mit regelmässigen Winden mit gut 5 Bft belohnt. Überhaupt war die Szene mehr maritim denn einem Binnengewässer entsprechend: Konstanter kräftiger Wind, wolkenloser Himmel und meermässig anmutende Wellen. In kürzester Zeit waren drei Läufe gesegelt, die allerdings einen gewissen Tribut forderten: Die Anzahl der baden gehenden Vorschoter wie Steuermänner war ungewohnt hoch und auch sonst gab’s am Abend einiges zu flicken! Selbstverständlich kam auch der gemütliche Teil der Veranstaltung nicht zu kurz: Céline und Samir luden anlässlich der Bootstaufe ihrer „Key West“ zum Apéro und verwöhnten uns ausgiebig. Auch die Küchencrew des gastgebenden „La matelote“ gab ihr Bestes und sorgte sich mit einem tollen Grillbuffet um unser Wohl.
Am nächsten Tag war die Bise etwas schwächer, die Wellen hatten sich gelegt und das „Bis-zum-Hals-einpacken“ hatte sein Ende: Sonntagssegeln im wahrsten Sinne des Wortes war angesagt. Mit anfänglichen Winden von 4 Bft, die gegen Mittag etwas nachliessen, konnten nochmals drei Läufe gesegelt werden – eine tolle Bilanz des Wochenendes. Rechtzeitig auf den Apéro zurückzusein wie von der Regattaleitung prognostiziert, schafften wir allerdings nicht ganz – aber wer will bei solchen Bedingungen schon mitten am Tag mit Segeln aufhören! Das war dann aber auch die einzige Fehleinschätzung der Regattaleitung an diesem Wochenende; ihnen und ihren Helfern ein herzliches „merci“ für die perfekte Organisation.

SUI 1120 – Pia Zihlmann

Ergebnisliste

01 SUI 1136 Suter Mario Schäfer Dieter SCH 7
02 SUI 1120 Dolder André Zihlmann Pia YCSe 13
03 FRA 1144 Rouanet Patrice Rouanet Agnès CNSR 17
04 SUI 1146 Devaux Philippe Salzmann Claire-Lise CNB 17
05 SUI 1157 Saydjari Samir Elmiger Céline CVB 19
06 SUI 1101 Dietrich Andreas Hochueli Andreas CVG 33
07 SUI 1026 Wernli Thomas Wernli Kurt SCH 36
08 SUI 1080 Schultz Wolfgang Schulz Uta SCS 38
09 SUI 1092 Suter Ernst Suter Therese SCH 38
10 SUI 1160 Nussbaumer Bastian Buol Silvia CVE 39
11 FRA 1125 Blondel François Blondel Cathrine SRVA 45
12 SUI 1159 Brändli Verena Egger Daniela RVB 65

Regatta Bericht 2006 – Alpen-Cup

Spiez (17. – 18. Juni)

Von Gewittern verschont und Kaiserwetter zum Abschluss

Der Wetterbericht liess nichts Gutes erahnen: Feucht, schwül und die ersten Gewitter schon am Vormittag? Doch alles kam viel besser als vorausgesagt: Während am Nachmittag erste Gewitterherde über die Berner Alpen zogen, hielt sich über dem Thunersee tapfer die Sonne. Zur gewohnten Thermik reichte es zwar nicht, wohl aber zu einem leichten Wind von 1-2 Bf aus östlichen Richtungen. Mit einem Windregime – das es eigentlich gar nicht gibt – konnten zwei unterhaltsame Läufe absolviert werden. Ungewohnterweise mussten sich unsere Seriensieger Suter / Hochuli in beiden Läufen geschlagen geben (mit dem grossen Spi!). Als Sieger durchs Ziel gingen zweimal Baumann / Kulpe (mit dem kleinen Spi!). Auf 4 Booten wurden grössere Spinnaker getestet, ohne dabei zu durchschlagenden Erkenntnissen zu gelangen.


Der Sonntag begann mit Bilderbuchwetter und einem abgekürzten Lauf bei zaghaftem Oberwind. Zum Abschluss wurden die geduldig wartenden, resp. bratenden Regatteure mit der ersehnten Thunersee-Thermik belohnt. Mit zwei Laufsiegen an diesem Tag konnten sich Suter / Hochuli den Gesamtsieg sichern und damit auch die gewohnte Rangordnung wieder herstellen. Dem Yachtclub Spiez und seinen Helfern gebührt ein herzliches Dankeschön für die gewohnt perfekte Organisation, bei welcher sogar die Gewitter erst nach Regattaschluss losbrechen.

SUI 1120 – André Dolder

Ergebnisliste

01 SUI 1136 Suter Mario Hochuli Andreas SCH 4
02 SUI 1138 Baumann Beat Kulpe Boris YCSe 7
03 SUI 1120 Dolder André Zihlmann Pia YCSe 10
04 GER 1113 Verhoolen Heinrich Lauber Christoph YCSe 11
05 SUI 1160 Nussbaumer Bastian Nussbaumer Katrin CVE 11
06 SUI 1146 Saydjari Samir Elmiger Céline CVB 13
07 SUI 1101 Senn Beat Rigert Thomas YCSp 19
08 SUI 1092 Suter Ernst Müri Christoph SCH 20
09 SUI 1091 Hächler Bütz Kretz Annelis SCH 27

Regatta Bericht 2006 – Räblus-Cup

Wingreis  (13. – 14. Mai)

Kräftig durchgerüttelt: Sturmböen statt Apéro

Ein ausgewachsener Joran mit Böen von 7 Bf (und mehr) fegte am späten Samstag nachmittag über den Bielersee und damit durchs Regattafeld. Während die Jollen reihenweise flach lagen, konnten die Tempest den einzigen Lauf dieses Wochenendes zu ende segeln. Dabei ist insbesondere die grossartige Leistung der zahlreichen gemischten Mannschaften hervorzuheben. Grossartig!


Zunächst jedoch beginnt der Samstagmorgen eines Regattawochenendes immer mit den gleichen Gefühlen: Hoffnung auf schönes Wetter und guten Wind, Freude auf gemütliches Zusammensein und die leichte Panik vor anspruchsvollen Manövern und ungemütlichen Verhältnissen.

Das Wochenende am Bielersee bot diesbezüglich so ziemlich alles: Bei schönem Wetter wurden die Boote von Nidau nach Wingreis geschleppt, wo erstmal genügend Zeit blieb für Verpflegung und Auskundschaften des lauschigen Wingreiser Hafens. Der erste Versuch, einen Lauf zu starten, scheiterte an den „löchrigen“ Windverhältnissen und die 11 Tempest fuhren unverrichterter Dinge wieder in den Hafen. Als sich nach langem Warten schon alle auf ein kühlendes Apéro eingestellt hatten, folgte unverhofft ein Schuss und – obwohl dieses Wochenende das Eidgenössische statt fand – der kam von der Regattaleitung. Am Himmel zogen Wolken auf und so schnell wie die Boote aus dem Hafen, kam auch der Wind auf. Am späten Nachmittag konnte der erste und einzige Lauf gestartet werden. Währenddem es – fast – alle Tempest gerade noch ins Ziel schafften, lagen die später gestarteten Fireballs reihenweise flach auf dem Wasser. Und mit dem Zieleinlauf war es bei weitem nicht getan: Bei Windspitzen von bis zu 7 Bf kämpften die Boote auf dem Rückweg mit hohen Wellen. Nun war es Zeit für die „leichte Panik“ und die anspruchsvollen Manöver. (Wobei sich herausstellte, dass im Ernstfall die Panik verfliegt und ungeahnte Kräfte einen das Gross dermassen niederschreissen lassen, dass der Schäkel sich auf halber Strecke von alleine löst.) Die Regattaleitung und die Rettungswache Bielersee leistete ganze Arbeit und schleppten alldiejenigen, welche zu viel Höhe und Kraft verloren haben zurück in den Hafen.
Der Sonntag gehörte dann – zumindest gefühlsmässig – zur angenehmeren Sorte: Das Lüftlein reichte gerade aus zum Tüchertrocknen, das Trauma des Vortages zu überwinden und – auch gesehen – gestählte Oberkörper zu bräunen. Die Winde waren, wie es der jederzeit um unser Wohl besorgte Regattaleiter Kurt Frei nannte, „variabu“ und blieben dies auch, was um 13 Uhr zu einem vorzeitigen Abbruch der Regatta führte.
Was bleibt ist ein herzliches Dankeschön an die liebenswürdigen Gastgeber des YCB und an die Regattaleitung, die keinen einfachen Job hatte an diesen zwei Tagen. Und – fast wäre es vergessen gegangen – ein „überraschender“ Sieg des Duos Suter/Hochuli auf SUI 1136 vor Baumann/Kulpe auf SUI 1138.

SUI 1159 – Katrin Nussbaumer

Ergebnisliste

01 SUI 1136 Suter Mario Hochuli Andreas SCH 1
02 SUI 1138 Baumann Beat Kulpe Boris YCSe 2
03 SUI 0111 Zurfluh Gregor Schürch Fredy RVB 3
04 SUI 1146 Saydjari Samir Elmiger Céline CVB 4
05 SUI 1160 Nussbaumer Bastian Nussbaumer Katrin CVE 5
06 SUI 1092 Suter Ernst Suter Therese SCH 6
07 SUI 1120 Dolder André Zihlmann Pia YCSe 7
08 SUI 1064 Gaiser Florian Gaiser-Hoffmann Denise SCE 8
09 SUI 1101 Senn Beat Müller Sabine YCSp 12
09 SUI 1091 Hächler Bütz Kretz Annelis SCH 12
09 SUI 1159 Van Sloten Robert Koch Wale YCB 12

Regatta Bericht 2006 – Frühlingsregatta

Nottwil  (29. – 30. April)

13 Boote zum Saisonstart

Die schlechte Nachricht zuerst: Kalt, war’s am Samstag, sehr kalt und grau und trübe und gar nicht zum Segeln einladend! Man wäre am liebsten im Beizli beim warmen Kaffe oder der Bratwurst geblieben und hätte von vergangenen Heldentaten erzählt!
Dann die gute Nachricht: Es gab für die 13 Tempest (!) unerwartet schönen Wind mit 3-4 Bf, allerdings mit den Drehern und Löchern wie man dies eben vom Sempi gewohnt ist. Drei Wettfahrten – zwei längere mit über 6 km und eine kürzere – waren deshalb möglich. Die Suche nach dem besten Wind, ein Teil der Taktik, erforderte recht viele Manöver, was glücklicherweise die Geister und Körper erwärmte, so dass niemand mehr frieren musste. Und wie könnte es anders sein: Gewonnen haben Mario mit Andreas und Beat mit Boris.


Der Sonntag bescherte der Tempestflotte echt schweizerisches Frühlingswetter: Blauer Himmel mit kleinen Wolken (Cumuli humili), blühende Bäume und gelbe Matten am Ufer mit Kirchenglockengeläute, so richtig schön, aber leider, leider ohne ein Häuchlein. Erst kurz vor Mittag konnten noch zwei ganz kurze Wettfahrten mit wenig und gar kein Wind gestartet werden. Die übliche Situation bei solchen Verhältnissen: Wer vorne wegfahren kann, hofft, dass der Wettfahrtleiter nicht abschiesst und wer hinterher fährt, ist überzeugt, dass die irregulären Winde schon lange den Abbruch erfordert hätten. Wettfahrtleiter – danke Andres Rüesch samt Crew! – haben es nicht leicht!

Viel zu diskutieren gab und gibt der neue, leicht grössere Spi. Die Meinungen über dessen Ästhetik und die Wirksamkeit gehen noch etwas auseinander. Die nächsten Regatten mit hoffentlich mehr Wind werden vielleicht Klarheit bringen. Auch eine Schiffstaufe gab’s zu feiern: SUI-1064, Tête-à-Tête von Denise und Florian Geiser, wieder einmal eine mixed-crew, herzlich willkommen bei uns! Beinahe das Wichtigste (oder auch Unwichtigste) vergessen: Gewonnen haben die ganze Serie Mario Suter mit Andreas Hochuli vor Beat Baumann mit Boris Kulpe und André Dolder mit Pia Zihlmann. Übrigens noch etwas für solche, die es vielleicht nicht mehr wissen: Wenn man eine Boje berührt, sollte man nachher kringeln, so wollen es die Fairness und die Wettfahrtregeln!

SUI 1101 – Beat Senn

Ergebnisliste

01 SUI 1136 Suter Mario Hochuli Andreas SCH 5
02 SUI 1138 Baumann Beat Kulpe Boris YCSe 9
03 SUI 1120 Dolder André Zihlmann Pia YCSe 15
04 SUI 1159 Spiller Fabian Stalder Thomi YCSe 18
05 SUI 0079 Leberer Albert Riedl Roland YCSe 20
06 SUI 1080 Meyer René Hartmann Walter SCS 22
07 GER 1113 Verhoolen Heinrich Lauber Christoph YCSe 25
08 SUI 1101 Senn Beat Müller Sabine YCSp 26
09 SUI 1146 Saydjari Samir Elmiger Céline CVB 28
10 SUI 1092 Suter Ernst Suter Therese SCH 29
11 SUI 1064 Gaiser Florian Gaiser-Hoffmann Denise SCE 37
12 SUI 1026 Wernli Thomas Wernli Kurt SCH 39
13 SUI 0112 Heggli Beat Heggli Roman YCSe 55